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info@dr-koch-reisen.de

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Kulturreisen

Anatolien zwischen Euphrat und Tigris
Göbekli Tepe, Tur Abdin und Berg Nemrut

Göbekli Tepe im Südosten Anatoliens - eine archäologische Jahrtausend-Sensation! Nur ein Bruchteil dieser ersten von Menschenhand erbauten monumentalen Kultstätte ist bisher freigelegt. Über 10.000 Jahre lagen hier die ältesten Skulpturen der Menschheit in der Erde verborgen, rätselhafte Figuren und reliefgeschmückte Megalithpfeiler. Im Fruchtbaren Halbmond nahe der Stadt Urfa wurde der Mensch sesshaft, im frühen Neolithikum entstanden erste feste Siedlungen, entwickelten sich Ackerbau und Viehzucht: hier ist die Wiege der Zivilisation. In geschichtlicher Zeit haben viele Völker und Kulturen in der Region ihre Spuren hinterlassen; wir begegnen Zeugnissen der hethitischen und der hellenistisch-römischen Hochkultur. Biblischer Boden in Urfa, der Stadt Abrahams. Im heutigen Antakya wurden die Anhänger Jesu zum ersten Mal „Christen“ genannt. Durch das nördliche Zweistromland führt die Reise in das uralte christliche Siedlungsgebiet des Tur Abdin. Ein besonderes Erlebnis erwartet uns am Nemrut, dem Berg der Götter, mit den gigantischen Kolossalstatuen des kommagenischen Herrschers Antiochus.

Preis pro Person
Doppelzimmer1.680,00 €
Einzelzimmer1.860,00 €

Privat-Tour
1-7 Personen ab 1.780,00 €

Programm als PDF herunterladen

Termine
Sa., 08. Mai. 2010-Sa., 22. Mai. 2010
Sa., 22. Mai. 2010-Sa., 05. Jun. 2010
Sa., 05. Jun. 2010-Sa., 19. Jun. 2010
Sa., 19. Jun. 2010-Sa., 03. Jul. 2010
Sa., 28. Aug. 2010-Sa., 11. Sep. 2010
Sa., 11. Sep. 2010-Sa., 25. Sep. 2010
Sa., 02. Okt. 2010-Sa., 16. Okt. 2010
Sa., 16. Apr. 2011-Sa., 30. Apr. 2011
Sa., 30. Apr. 2011-Sa., 14. Mai. 2011
Sa., 14. Mai. 2011-Sa., 28. Mai. 2011
Sa., 28. Mai. 2011-Sa., 11. Jun. 2011
Sa., 11. Jun. 2011-Sa., 25. Jun. 2011
Sa., 27. Aug. 2011-Sa., 10. Sep. 2011
Sa., 10. Sep. 2011-Sa., 24. Sep. 2011
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
Teilnehmerzahl
8 – 18 Personen
Reiseleitung
Dr. Markus Arnolds (08.05.-22.05.10 / 22.05.-05.06.10 / 02.10.-16.10.10)
Hinweise
- Bei eigener Anreise 250 € Ermäßigung.
- Eintrittsgelder sind nicht im Reisepreis inbegriffen.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.

Unser Rail&Fly Angebot:
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70,00 € pro Person (2. Klasse) bzw.
140,00 € pro Person (1. Klasse)
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.

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Anreise
Zubringer-Flüge ab allen deutschen Flughäfen 90,00 € Aufpreis. Ausländische Abflughäfen auf Anfrage gegen Aufpreis möglich.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


1. Tag

Anreise

Flug über Istanbul nach Adana, Transfer zum Hotel, 1 Ü.

2. Tag

Misis, Karatepe

Im Gelände von Misis /Mopsuhestia, Sitz des Sehers Mopsos, römische Brücke über den Ceyhan; im kleinen Mosaikenmuseum auf altem Kirchenboden ein riesiges, die Arche Noah darstellendes Mosaik. Weiterfahrt in den Nationalpark Karatepe-Aslantaş mit seiner späthethitischen Burganlage: Stadttore mit außergewöhnlichem Reliefschmuck, Gottkönige, Streitwagen und Krieger, Hirsche, Löwenskulpturen. Kurzer Halt in Issos, dem Ort der Alexanderschlacht 333 v.Chr. 2 Ü in Antakya.

3. Tag

Antakya, Seleukia Pieria

Antiochia war eine der reichsten Metropolen der hellenistisch-römischen Welt. In der Grottenkirche St. Peter soll sich die erste, vom Apostel Petrus gegründete Christengemeinde versammelt haben. Charon-Relief am Felshang. Rundgang durch die osmanische Altstadt von Antakya, „Langer“ Basar. In Seleukia Pieria begann Paulus seine 1. Missionsreise; die durch den Felsen geschlagene Kanal-Tunnelanlage zeugt von römischer Ingenieurskunst, die sollte die Versandung des Meereshafens vermeiden.

4. Tag

Mosaikenmuseum, Gaziantep

Das Museum von Antakya präsentiert die zweitgrößte Sammlung römischer Mosaiken weltweit: Boden- und Wandmosaiken mit mythischen Szenen, Göttern und Tieren aus Antiochia, Daphne und Seleukia. Spektakulär ist ein vor wenigen Jahren ausgegrabener figurengeschmückter Marmorsarkophag. Fahrt nach Gaziantep, Spaziergang durch die Altstadt, 1 Ü.

5. Tag

Zeugma-Museum, Birecik, Urfa

Im Archäologischen Museum in Gaziantep kostbare Mosaikböden des von den gestauten Wassern des Euphrat überfluteten hellenistisch-römischen Zeugma. Besuch der Waldrappstation in Birecik am Euphrat. In Urfa, dem Edessa der Kreuzfahrer, soll Abraham auf dem Weg von Ur in Chaldäa ins Gelobte Land sein Lager aufgeschlagen haben. Heute leben in Urfa arabische, kurdische und türkische Muslime, griechisch-orthodoxe, armenische und römisch-katholische Christen sowie eine jüdische Gemeinde. Verweilen am Abrahamsteich mit Heiligen Karpfen; Halil Rahman-Bethaus, Medresen, Alte Moschee. 2 Ü in Urfa.

6. Tag

Urfa, Harran

Im Museum in Urfa neolithische Skulpturen und Kleinplastik von Göbekli Tepe und Nevalı Çori. Besichtigung restaurierter Stadtpaläste, Aufstieg auf die Zitadelle. Besuch der Abraham- Einsiedelei, muslimische Wallfahrtsstätte, mit dem Grab Hiobs und der „Geburtsgrotte“ Abrahams. Harran, seit 5000 Jahren bewohnt, heute ein abgelegenes Trulli-Dorf, war spätbabylonische Reise- und Handelsstation mit einem Tempel des Mondgottes Sin. Im Ruinengelände Baureste der ältesten Universität des Morgen- und Abendlandes. Zurück nach Urfa, Bummel durch den Altstadt- Basar.

7. Tag

Göbekli Tepe, Mardin

Die kreisförmigen Anlagen des neolithischen Kultplatzes am Göbekli Tepe sind von je zwei großen und mehreren kleinen Megalith-Pfeilern begrenzt. An Menschengestalten erinnern die bis zu fünf Meter hohen T-Pfeiler mit breitem Kopf und schlankerem Schaft. Mit Tierreliefs verzierte Pfeiler zeigen Schlangen, Füchse, Wildschweine, Vögel und Stiere. Auf dem Hochplateau des Tur Abdin, dem „Berg der Knechte Gottes“, wird außer Kurdisch, Arabisch und Türkisch noch Aramäisch, die Sprache Jesu, gesprochen. Malerisch liegt Mardin mit seinen schönen Kalksteinhäusern, Kirchen, Moscheen und Medresen am Berghang unter der Festung; Glockenläuten mischt sich hier mit dem Ruf des Muezzins. Besuch von St. Michael, Bischofskirche, Alter Moschee und Basar. 2 Ü in Mardin.

8. Tag

Mardin, Deir Az-Zafaran

Besuch des Museums in einem alten Stadtpalast und der Medresen aus dem 12. bis 15. Jh., darunter die Zinciriye mit gestreiften Kuppeln. Fahrt zum syrisch-jakobitischen Kloster und alten Patriarchatssitz Deir Az-Zafaran, ein im 4. Jh. umgebauter Tempel des Mondgottes Sin mit schönen Arkaden, Innenhöfen und Kirchen; Mosaike aus dem 4. Jh. Das Kloster besitzt eine der ersten Bibeln. Höhlen in der nahen Felswand boten den christlichen Wanderpredigern des 2. Jh.s Schutz.

9. Tag

Dara, Nisibis

Fahrt nach Süden in Richtung syrische Grenze. Abstecher zur Ruinenstätte des oströmisch-byzantinischen Dara Anastasioupolis in der Nähe des Dorfs Oğuz, von Kaiser Justinian als Festung gegen die Perser ausgebaut. Die Schule von Nisibis, der heutigen Grenzstadt Nusaybin, seit dem 10. Jh.v.Chr. bewohnt, war in der Spätantike akademisches Zentrum und später geistlicher Mittelpunkt der syrisch-orthodoxen Kirche. Wir besichtigen Jakobuskirche (4. Jh.), Zeynel Abidin-Moschee und alte Türben. Weiter nach Midyat, 2 Ü.

10. Tag

Midyat, Mar Gabriel, Hah

Midyat, Stadt der Silberschmiede, ist Sitz eines Metropoliten; mittelalterliche Architektur, zahlreiche Kirchen und Moscheen. Das Doppelkloster Deir Mar Gabriel (4./5. Jh.) ist heute das wichtigste Kloster des Tur Abdin. Über 80 Klöster gab es im Mittelalter in der Region - mit den Raubzügen der Kreuzfahrer begann für die monophysitischen Christen die Zeit der Verfolgung. Hah, seit 3000 Jahren bewohnt, war Königs- und Bischofsstadt. Für die Aramäer gilt die Muttergottes- Kirche, Wahrzeichen des Tur Abdin, als älteste Kirche der Christenheit.

11. Tag

Hasankeyf, Silvan

Die Festungsstadt Hasankeyf, an einer Engstelle des Tigris von den Römern angelegt, ist akut von der Überflutung durch einen Stausee bedroht. Aufstieg auf die Zitadelle mit den Palstruinen aus dem12. Jh. hoch über dem Fluss, weiter Blick über den Tigris. In Silvan, im 5. Jh. als Martyropolis gegründet, sehenswerte Hauptmoschee, Löwenturm und Malabadi-Brücke über den Fluss Batman, eine architektonische und statische Meisterleistung aus dem 12. Jh. 2 Ü in Diyarbakır.

12. Tag

Diyarbakır

Diyarbakır, das römische Amida, ist auf einem dunklen Basaltplateau erbaut; eine zehnbogige Brücke überspannt den Tigris. Stadtrundgang entlang der im 4. Jh. errichteten Mauer um die Altstadt mit Zitadelle, Bastionen, 72 Wehrtürmen, reliefgeschmückten Stadttoren. Besichtigung der Behram Pascha- und der Großen Moschee, einer alten Pfeilerbasilika, der Marienkirche, eines Museumshauses und einer Karawanserei. Im (hoffentlich wieder eröffneten) Archäologischen Museum neolithische, hethitische, assyrische und urartäische Funde.

13. Tag

Arsameia, Nemrut

Mit der Fähre über den Atatürk-Stausee. Von Kahta zum Karakuş Tepe, Grabtumulus der Mutter des kommagenischen Königs Mithridates; bemerkenswert die Adler-Säule. Über die von Septimius Severus über den Cendere gebaute Chabinas-Brücke, Halt an der mamelukischen Festung Yeni Kale. In der kommagenischen Residenz von Arsameia am Nymphenfluss Tunnel, Felsen-Inschrift und Felsrelief von König Antiochos I. und Herakles. 1 Ü in einfacher Unterkunft unterhalb des Berggipfels.

14. Tag

Nemrut-Gipfel, Gaziantep

Vor Sonnenaufgang Aufstieg auf die 2150 m hohe Bergkuppe, den „Thron der Götter und Herrscher“ über der letzten Ruhestatt Antiochos I. (1. Jh. v.Chr.). Auf den Kultterrassen gigantische Reliefstelen der Götter des griechischen und persischen Pantheons und des vergöttlichten kommagenischen Herrschers. Rückfahrt nach Gaziantep. Aufstieg auf die Stadtfestung, Bummel durch den Altstadt-Basar; in den Schmiede-Werkstätten verkauft man kunstvolle Kupfer- und Messingarbeiten. 1 Ü.

15. Tag

Rückreise

Flug von Gaziantep über Istanbul nach Frankfurt.