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Kontakt

Tel.: 0721-151 151

info@dr-koch-reisen.de

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Pontisches Gebirge und Kaçkarmassiv
Gebirgsflora, Kaukasusbirkhuhn

Das Pontische Gebirge im äußersten Nordosten der Türkei trennt die Schwarzmeer-Region von Inner- und Ostanatolien und bildet eine Barriere zwischen dem feucht-warmen Klima an der Küste und dem Kontinentalklima südlich der Gebirgskette. Es bietet uns großflächig erhaltene, kaum erschlossene Lebensräume und ist deshalb sowohl für Botaniker als auch für Ornithologen interessant. In den urwaldartigen Regionen am Schwarzen Meer und auf den floristisch bedeutsamen Almwiesen können wir seltene Orchideenarten und andere interessante Pflanzenarten wie Pontischen Türkenbund und Kaukasischen Rhododendron entdecken. Nach Exkursionen in den Buchen- und Kiefern-, Fichten- und Tannenwäldern und auf den Hochalmen der Umgebung von Sivrikaya geht es weiter über das Çoruh-Tal ins Hochgebirge des Kaçkarmassivs. Südlich des Gebirgskammes, wo der Niederschlag deutlich nachlässt, erkunden wir die Fauna und Flora der Steppen und trockeneren Gebirgsketten.

Preis pro Person
Doppelzimmer1.780,00 €
EZ-Zuschlag240,00 €
Kleingruppen-Zuschläge
6-7 Pers.210,00 €
4-5 Pers.510,00 €
2-3 Pers.1.110,00 €

Programm als PDF herunterladen

Termine
Sa., 11. Jun. 2011-Sa., 25. Jun. 2011
Sa., 26. Mai. 2012-Sa., 09. Jun. 2012
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
Teilnehmerzahl
8 - 16 Personen
Schwierigkeitsgrad
Langsame, aber teils lange Gebirgswanderungen in steinigem Gelände.
Hinweise
- Eintrittsgelder etwa 10 €.
- Diese Reise ist für Ornithologen wie für Botaniker gleichermaßen geeignet.
- Reiserücktrittskosten-Versicherung empfohlen.

Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 70,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.

Anreise
Im Preis inklusive: TK Flüge ab/bis Frankfurt
TK Flüge ab/bis Berlin, Basel, D, HH, H, K, M, N, S, Wien, Zürich: 120 € Aufpreis
Lufthansa Flüge auf Anfrage
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


1. Tag

Anreise

Flug nach Trabzon, Transfer zum Hotel in der Nähe des Bergdorfs Sivrikaya, 4 Ü. In der bewaldeten Region um Sivrikaya wachsen Ribes biebersteinii und Saxifraga cymbalaria.

2. Tag

Hochalmen der Umgebung

Fahrt bis zur ehemaligen Baumgrenze auf etwa 1800 m Höhe. Die Region wird von blühenden Matten und Zwergstrauchheiden dominiert, u. a. Rhododendron caucasicum, Caltha polypetala, Anemone narcissiflora, Veronica gentianoides. Hier wachsen mitteleuropäische und orientalische Orchideenarten; auffällig ist der gelb blühende Pontische Türkenbund. Auf früheren Exkursionen konnte hier ein Kaiseradler beobachtet werden. Es bestehen gute Chancen, das Kaukasusbirkhuhn anzutreffen. Auf dem Weg in höhere Felsregionen können Steinbraunelle, Zwergadler und eventuell das scheue Kaspische Königshuhn beobachtet werden.

3. Tag

Ovit-Pass

Wir fahren von Norden kommend in Richtung Ovit-Pass bis auf 2400 m Höhe. An den Nordhängen des Gebirges gedeihen seltene Pflanzenarten wie Ajuga orientalis, Corydalis alpestris, Gentiana decemfida, Gentiana verna ssp. pontica, Fritillaria latifolia, Myosotis alpestris und Puschkinia scilloides. Eventuell treffen wir auf Mauerläufer, Bergpieper, Steinschmätzer und Alpenbraunelle. Auch Steinadler und Bartgeier ziehen bisweilen am Gebirgspass ihre Kreise.

4. Tag

Teeanbau am Schwarzen Meer

Bis zu 3500 m ragt die Gebirgskette an der Küste in die Höhe. Oft werden die Berge von Wolken verhüllt, die vom Schwarzen Meer aufsteigen. Das feuchte Klima lässt dichte Laubwälder, vereinzelt gemischt mit Orientfichten, bis an die Küste wachsen. Dazwischen immer wieder Teeanbau und Haselnussplantagen. Neben Esskastanien gedeihen Rhododendron ponticum und Vaccinium arctostaphylos.

5. Tag

Ovit-Pass, Coruh-Tal

Heute überqueren wir den Bergrücken des Pontischen Gebirges. Der Ovit-Pass auf 2600 Meter ist einer der höchsten Pässe der Türkei. Auf der Südseite geht es hinunter in das wildromantische Çoruh-Tal und weiter den Çoruh-Fluss entlang über Ispir nach Yusufeli, 1 Ü.

6.Tag

Parhal, Çoruh-Tal, Yaylalar

Besuch der heute als Moschee genutzten georgischen Basilika von Parhal aus dem 10. Jahrhundert. Die tieferen Regionen des Çoruh-Tals weisen ein mediterranes Klima auf. Hier wachsen Schirmkiefern und Ölbäume in sehr dichten Beständen, Granatäpfel, Christusdorn und wilde Kapern. Mittelmeersteinschmätzer, Blaumerle und Seidenreiher haben hier ihren Lebensraum. In den terrassierten Gärten der Ortschaften gedeihen kultivierte Kornelkirschen, die getrocknet aufbewahrt oder zu Marmelade verarbeitet werden. An einem Wildbach entlang, an dem Wasseramsel (östliche Rasse) und Karmingimpel beobachtet werden können. Weiterfahrt nach Yaylalar/Hevek, 4 Ü.

7.- 10.Tag

Kaçkar-Region

In den folgenden Tagen verschiedene Wanderungen ober- und unterhalb der Waldgrenze auf etwa 1800 m Höhe in folgenden Exkursionsgebieten: Dibe-Alm und Dilber-Ebene, Körahmet/Koramet, Parhal, Yusufeli. Zu erwartende Pflanzenarten: Aquilegia olympica (bzw. caucasica), Lilium carniolicum ssp. ponticum, Papaver lateritium (endemisch), Symphytum asperum, Tanacetum macrophyllum, Dactylorhiza euxina und urvilleana, Daphne glomerata, Paeonia wittmanniana, Sedum spurium. Interessant sind die scheuen Kaukasusbirkhühner, die in den von Rhododendron ponticum dominierten Zwergstrauchgesellschaften leben. Auch das seltene Kaspische Königshuhn kann in den Felsregionen ab etwa 2500 m Höhe entdeckt werden. Möglich sind Alpenkrähe und Alpendohle, Bergpieper, Steinrötel, Hausrotschwanz (ssp. Ochrurus) und Wanderfalke. Am 10. Tag Ü in Yusufeli.

11. Tag

Çoruh-Tal

Im tiefer gelegenen Çoruh-Tal mit Obstgärten, Walnussbäumen, Ölweiden und Ufergehölzen leben Kappenammer, Pirol, Flussuferläufer, Blauracke, Baumfalke und Schmutzgeier. Auch der Halbringschnäpper kommt hier vor. Am Abend verlassen wir das fruchtbare Çoruh-Tal und fahren bis nach Bayburt, 2 Ü.

12. Tag

Umgebung von Bayburt

Um Bayburt treffen wir auf eine völlig anders geartete Klimazone. Die Ortschaft ist von trockener Hochsteppe umgeben. Ziesel und die nachtaktive persische Wüstenmaus kommen hier vor. Felsensteinschmätzer, Bienenfresser, Wiedehopf, Weißstorch und Adlerbussard können eventuell beobachtet werden.

13. Tag

Maçka

Wir gelangen wieder in die Feuchtwälder des Schwarzmeergebiets, die bei Maçka von Orientfichten dominiert werden. Die Pflanzen- und Vogelwelt ähnelt derjenigen, die wir in den zuvor besuchten Gebirgswäldern kennen gelernt haben. 2 Ü in Maçka.

14. Tag

Sumela-Kloster, pontische Gebirgswälder

An einer senkrecht abfallenden Steilwand des Schwarzen Berges hoch über einer Schlucht liegt das byzantinische Sumela-Kloster, dessen Ursprünge auf das 5. Jh. zurückgehen. Die Außenwände der Klosterkirche und die angrenzende Felswand sind mit Fresken geschmückt.

15. Tag

Abreise

Transfer zum Flughafen Trabzon, Rückflug nach Deutschland.